Die Sonnenuhr zeigt die Zeit mithilfe des Schattens eines Gnomons (Zeigers) an. Durch die Rotation der Erde um ihre eigene Achse scheint sich die Sonne täglich von Osten nach Westen über den Himmel zu bewegen. Der Schatten des Gnomons wandert dadurch über die Stundenlinien des Zifferblattes und zeigt die Uhrzeit an. Die Stundenlinien sind dabei nicht gleichmäßig verteilt, sondern wurden speziell für den Standort dieser Sonnenuhr angeordnet.

Diese Sonnenuhr ist auf die Mitteleuropäische Zeit (Winterzeit, MEZ) eingestellt. Während der Sommerzeit (MESZ) muss deshalb eine Stunde zur angezeigten Zeit addiert werden. Darüber hinaus zeigt sie die wahre Ortszeit an. Da sich die gesetzliche Zeit auf dem Mittelmeridian der Mitteleuropäischen Zeitzone bezieht, weicht die Ortszeit in Neuenbürg um etwa 30 Minuten von der Uhrzeit einer Armbanduhr ab. Zusätzlich verändert die sogenannte Zeitgleichung, die durch die elliptische Erdbahn und die Neigung der Erdachse entsteht, die angezeigte Zeit im Jahresverlauf um bis zu etwa 16 Minuten. Dadurch kann die Sonnenuhr – je nach Datum – einige Minuten vor oder nach der gesetzlichen Uhrzeit gehen.

Sonnenuhren gehören zu den ältesten Instrumenten der Zeitmessung. Bereits vor mehreren tausend Jahren nutzten Menschen den Lauf der Sonne, um den Tagesablauf zu bestimmen.

Diese Sonnenuhr entstand im Rahmen des „Projekts Sonnenuhr 2026“ unter Leitung von Frau Himmelsbach.